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12.03.2009

Kampf für Abkehr von Atomenergie geht weiter

  • Atomkraft?<br />
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 ©Archiv

Die Mehrheit der Abgeordneten des Europäischen Parlaments hat bei der Plenarsitzung in Straßburg im Rahmen einer - unverbindlichen - Stellung­nahme eine Pro-Atomlinie vertreten. Vorlage war der Bericht einer liberalen Abgeordneten aus dem Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie.

Selbst die Anträge der sozialdemokratischen Fraktion, die die nationale Kom­petenz in Sachen Energiemix festgestellt haben, wurden knapp abgelehnt. „Die SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament hat in der Folge den gesamten Be­richt abgelehnt", berichtete der SPÖ-Europaabgeordnete und Vizepräsident der sozialdemokratischen Fraktion Hannes Swoboda.

 

„Der jüngste Gasstreit und die Notwendigkeit, den Klimawandel zu bekämp­fen, führt anscheinend manche zur Schlussfolgerung, dass die Kernenergie ein Allheilmittel einer ‚alternativen' Energiepolitik darstellt", bedauerte Swoboda. „Die Unterschätzung der Risken und Entsorgungsprobleme, auch durch die EU-Kommission, ist mitverantwortlich für diesen Irrtum in der europäischen Ener­giestrategie", kommentierte der Energieexperte weiter. „Die österreichischen sozialdemokratischen Abgeordneten werden trotz dieses Rückschlags den Kampf gegen eine illusionsbeladene Atomenergiepolitik fortsetzen. Wir setzen auf Energieeffizienz, En­ergiesparen und erneuerbare Energien", betonte Swoboda abschließend.

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