Die Leiterin der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Maria Berger, forderte anlässlich der Diskussion um Obergrenzen für Managergehälter entsprechende Vorschläge für eine europaweite Regelung von Seiten der EU-Kommission.
„Die Inanspruchnahme von Staatshilfen durch Unternehmen ist kein national begrenztes Phänomen. Sollten in Österreich und anderen EU-Ländern Obergrenzen für Manager davon betroffener Unternehmen beschlossen werden, braucht es rasch ergänzende Schritte auf EU-Ebene", betonte Berger. Die SPÖ-Europaabgeordnete begrüßte in diesem Zusammenhang ausdrücklich den Vorstoß von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder für eine österreichische Regelung.
Angesichts der wirtschaftlichen Aussichten würden Hilfegesuche von Unternehmen stark zunehmen, so Berger weiter. „EU-weite Gehaltsobergrenzen würden für mehr Gerechtigkeit im Wettbewerb sorgen und nicht bestimmte einzelne Staaten auch für fähige und erfolgreiche Manager a priori unattraktiv machen. Für gescheiterte Bosse wäre es nicht so einfach, sich in einer transnational agierenden Wirtschaftswelt einfach ins Ausland ‚abzusetzen', um wieder in den Genuss unangemessen hoher Bezüge zu kommen", so die Europaabgeordnete.
Eine europaweite Herangehensweise an das Thema ist auch erforderlich, weil staatliche Stützungsmaßnahmen die EU zunehmend zur Überdenkung der wettbewerbs- und beihilfenrechtlichen Bestimmungen zwingen werden, schloss Berger.
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